Eine Heizung, die im Februar ausfällt, wird ersetzt – nicht geplant. Dann zählt, was der Großhandel gerade auf Lager hat, nicht, was zum Haus passt. Wer dagegen im Sommer tauscht, kann Varianten vergleichen, Förderanträge in Ruhe stellen und die Baustelle legen, wann es passt. Das ist der eigentliche Grund, warum wir bei jeder Wartung offen sagen, wie viel Restlebensdauer wir sehen.
Das Typenschild verrät das Baujahr. Zwischen 20 und 25 Jahren steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich, und die Regelungstechnik passt oft nicht mehr zu heutigen Anforderungen.
Vergleichen Sie zwei Heizperioden mit ähnlichen Temperaturen. Mehr als zehn Prozent Zuwachs ohne bauliche Änderung deuten auf schlechtere Verbrennung, verschlammte Heizflächen oder eine falsch eingestellte Regelung hin.
Ein Fehler pro Jahr ist normal. Drei Vor-Ort-Einsätze in einer Heizperiode sind ein Muster – und in Summe teurer als die Anzahlung für ein neues Gerät.
Hersteller halten Teile typischerweise etwa zehn Jahre nach Produktionsende vor. Danach wird improvisiert, und jede Reparatur dauert länger.
Abgasverluste an der Grenze des Zulässigen sind kein Formfehler, sondern verbrannte Energie. Der Bescheid ist ein guter Anlass, die Anlage bewerten zu lassen.
Neues Bad, neuer Estrich, neue Fenster: Wenn die Wände offen sind, lassen sich Leitungen und Heizflächen mit erledigen. Getrennte Baustellen kosten doppelt.
„Der teuerste Kesseltausch ist der, den das Wetter terminiert."
Ein neues Gerät an alte Rohre zu hängen, reicht nicht. Zum ordentlichen Tausch gehören:
Bevor wir eine Technik empfehlen, sehen wir uns Heizlast, Heizflächen und Warmwasserbedarf an. Häufig kommen zwei Wege in Frage: der direkte Kesseltausch oder der Wechsel auf erneuerbare Wärme. Was sich für Ihr Haus rechnet, hängt an der nötigen Vorlauftemperatur – dazu haben wir einen eigenen Beitrag über Wärmepumpen im Altbau. Fördermittel beurteilt ein Energieberater – wir liefern ihm die technischen Unterlagen; mehr dazu auf unserer Seite zu Fördermitteln, technische Details finden Sie unter Heizung.
Bei gleicher Technik und vorhandenem Abgasweg meist ein bis zwei Arbeitstage. Wechselt die Energieform, kommen Speicher, Hydraulik und gegebenenfalls Schornsteinsanierung hinzu – dann rechnen wir mit drei bis fünf Tagen.
In der Regel nur für wenige Stunden. Wir bauen den alten Kessel morgens aus und nehmen den neuen am selben oder folgenden Tag in Betrieb. Bei längeren Arbeiten stellen wir ein mobiles Heizgerät.
Bei Geräten unter 15 Jahren meist ja. Darüber vergleichen wir die Reparaturkosten mit dem Restnutzen: Ein Bauteil für 900 Euro in einem 24 Jahre alten Kessel ist selten eine gute Investition.
Wir schauen uns die Anlage an, lesen die Messwerte und sagen Ihnen offen, ob Warten die günstigere Variante ist.